Über uns

#stadtsache ist vor rund zehn Jahren aus dem Wunsch heraus entstanden, baukulturelle Bildung und digitale Dokumentation zu verknüpfen. Es ging uns darum, eine zeitgemäße Antwort auf die Frage zu finden, wie Menschen ihren gebauten Lebensraum bewusster wahrnehmen, ihre Erfahrungen festhalten und auf dieser Basis mitgestalten können. Was zunächst als experimenteller Ansatz für digitale Bildungs- und Beteiligungsformate begann, entwickelte sich dann schnell zu einer vielfach eingesetzten Plattform für Stadtentwicklung, Baukultur und räumliche Bildungsprozesse.

Heute arbeiten Kommunen, Schulen und Kulturinstitutionen mit #stadtsache, um Alltagswissen, Beteiligung und räumliche Erfahrung systematisch in Planungs- und Entwicklungsprozesse einzubeziehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung aus digitalem Werkzeug, methodischer Begleitung und pädagogisch fundierter Prozessgestaltung.

Städte und Quartiere werden täglich von sehr unterschiedlichen Menschen genutzt – mit unterschiedlichen Routinen, Wahrnehmungen und Bedürfnissen. Dieses Alltagswissen bleibt in Planungs- und Beteiligungsprozessen häufig nur teilweise sichtbar: Viele Formate sind zeitlich begrenzt, erreichen nur ausgewählte Gruppen oder lassen sich kaum in Entscheidungsprozesse überführen.

Wir verstehen alltägliche Nutzungserfahrung als eigenständige Wissensform – als unverzichtbare Grundlage für Planung, Gestaltung und Entscheidung im gebauten Raum.

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Was wir tun

#stadtsache ist eine digitale Beteiligungs- und Dokumentationsplattform, mit der Menschen ihren gebauten Lebensraum erkunden, bewerten und mitgestalten. Kommunen, Schulen und Kulturorte setzen die #stadtsache-App ein, um diese Perspektiven systematisch in Stadtentwicklung, Bildungsplanung und Baukultur einzubeziehen – aus der Überzeugung heraus, dass diejenigen, die einen Ort tagtäglich erleben, Expertinnen und Experten für seine Zukunft sind.

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Was uns trägt

Unser Ansatz versteht Beteiligung nicht als Symbol, sondern als methodisch geführten Prozess mit integrierten Bildungsbausteinen. Erwachsene, Kinder und Jugendliche werden zu Feldforschenden in ihrem eigenen Lebensumfeld: Sie beobachten, dokumentieren, hören zu, entwickeln Ideen, prüfen sie im kleinen Maßstab und übersetzen sie in konkrete Vorschläge an Verantwortliche. Dieser Weg – vom aufmerksamen Beobachten zum gemeinschaftlichen Gestalten – ist pädagogisch fundiert (u. a. an den Lern-Taxonomien nach Anderson/Krathwohl und L. Dee Fink ausgerichtet) und in der Praxis erprobt.

Drei Prinzipien leiten die Beteiligten:

Beobachten vor Bewerten. Wir beginnen mit dem, was im Alltag tatsächlich passiert – nicht mit vorgefassten Themen.

Iteration vor Perfektion. Prototypen, kleine Tests und schnelle Korrekturen machen den Prozess für Beteiligte zum Erfolgserlebnis – unabhängig von der späteren Projektumsetzung.

Beteiligung mit Wirkung. Jeder Beitrag soll sichtbar werden und in einen nachvollziehbaren Entscheidungsprozess fließen.

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Was die Plattform leistet

Mit #stadtsache lassen sich Orte, Wünsche und Hinweise räumlich verorten, bearbeiten, kategorisieren und auswerten. Aus Einzelwahrnehmungen entstehen Muster, aus Mustern handlungsleitende Erkenntnisse für Planung und Gestaltung.

FÜR KOMMUNEN

Werkzeug zur subjektiven Beteiligung – etwa in:

  • Quartiersentwicklung und Stadtteilprozessen
  • Spielleitplanung und Freiraumentwicklung
  • integrierten Stadt- und Bildungslandschaften
  • Jugend- und Bürgerbeteiligung
  • baukulturellen Vermittlungs- und Dialogformaten

Kommunen erhalten strukturierte Auswertungen, die in Planung, Politik und Verwaltung einfließen können.

FÜR SCHULEN

Werkzeug für Projektwochen, Wahlpflichtfächer und fächerübergreifende Vorhaben wie das Lernen durch Engagement. Die Methodik lässt sich an die Lern-Taxonomien anschließen und macht Kompetenzen sichtbar, die in klassischen Prüfungsformaten kaum abbildbar sind.

FÜR KULTURORTE

Werkzeug für partizipative Vermittlungs- und Bildungsformate. Museen, Bibliotheken, Soziokultur, Bauwerke und kulturelle Bildungslandschaften öffnen mit #stadtsache ihre Themen für die Wahrnehmungen, Fragen und Beiträge ihrer Besucherinnen und Besucher – und machen diese für die eigene Programm- und Vermittlungsentwicklung nutzbar.

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Was daraus entsteht

Wenn Erfahrungswissen sichtbar wird, verändert sich Beteiligung. Sie wird weniger zu einem einzelnen Verfahren und stärker zu einer kontinuierlichen Praxis. Räume werden nicht nur beschrieben, sondern gemeinsam gelesen. Perspektiven werden nicht nur gesammelt, sondern in Entwicklung übersetzt.

Dabei entstehen Kompetenzen, die in klassischen Formaten oft nur am Rand sichtbar werden: Wahrnehmung, Analyse, Perspektivwechsel, Zusammenarbeit und das Arbeiten an konkreten Veränderungen im eigenen Umfeld.

#stadtsache wurde bislang in mehr als 30 Kommunen und zahlreichen Schulen und Kulturorten eingesetzt und hat dabei über 60.000 Menschen an der Gestaltung ihres Umfelds beteiligt. Die Projekte und Prozesse, die mit #stadtsache arbeiten, wurden bereits zahlreich ausgezeichnet, darunter die polis Awards in Gold zum Thema „Kommunikative Stadtgestaltung":

  • 2024 · Zeitreisebus
  • 2025 · WEST:WALKS
  • 2026 · ZusammenWachsen
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Wer dahinter steht

Trägerin von #stadtsache ist die tinkerbrain – Institut für Bildungsinitiativen GmbH mit Sitz in Nideggen (Eifel, NRW). tinkerbrain entwickelt seit 2017 Werkzeuge, Curricula und Beteiligungsformate an der Schnittstelle von Bildung, Stadt und Baukultur. Geschäftsführerin ist die Journalistin und Bildungsdesignerin Anke M. Leitzgen.

ZUSAMMENARBEIT

Wie Sie mit uns arbeiten können

Sie planen ein Beteiligungsvorhaben in Ihrer Kommune oder ein Projekt an Ihrer Schule oder Ihrem Kulturort? Wir beraten Sie zur passenden Einsatzform und zu geeigneten methodischen Bausteinen. Auf Wunsch schulen wir Ihr Team, begleiten Sie im Prozess oder führen das Projekt in Absprache mit Ihnen durch.

Sie möchten mit uns urbane Veränderungen anstoßen? Oder haben Sie eine Frage? Schreiben Sie uns.

vera@stadtsache.de