Sozialraum erforschen

Sechs Projektideen, um mit Grundschulkindern den Sozialraum zu erkunden. Bundesweit einsetzbar, erprobt in Hamburger Grund­schulen*, ausgerichtet auf Klasse 2 und 4. Alle Projekte nutzen die #stadtsache-App, schulen damit auch Medienkompetenz, kommen mit geringem Materialaufwand aus und brauchen etwa acht Stunden Vorbereitung.

Mitgestalten

„Wie kann ich meinen Ort verändern?"

3 Projekte · Mitbestimmung und Aneignung

Mein Stadtteil

Kinder erkunden ihren Stadtteil und werden als Expert:innen ihrer Lebenswelt sichtbar.

3 Tage Stadtteil

Wirkung in der Schule

Anschluss: Eintagsfliege und Gallery-Walk

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Freizeit-Orte

Kinder dokumentieren ihre Freizeit-Orte und verknüpfen Schule mit Stadtteil.

4 Tage Stadtteil

Wirkung in Klasse und Schule

Anschluss: Stadtteilkarte präsentieren

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Mittagsfreizeit

Kinder bewerten und gestalten den schulischen Sozialraum aktiv mit – Ergebnisse landen im Schülerrat.

3 Tage + Folge Schulgelände

Wirkung in der Schule, strukturell verankert

Anschluss: Schülerrat und KoBo-Umfrage

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Verantwortung

„Was braucht unser Stadtteil?"

2 Projekte · Sicherheit und Mitverantwortung

Sicherheit auf dem Schulweg

Kinder identifizieren sichere und unsichere Orte und machen ihre Beobachtungen im Stadtteil öffentlich sichtbar.

5 Tage Schulwege Mobilität

Wirkung im Stadtteil, öffentlich sichtbar

Anschluss: Spuren hinterlassen

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Müll im Stadtteil

Kinder vergleichen Wohngebiete und entwickeln Umweltbewusstsein – mit Rollenspiel und Designaufgabe.

3 Tage Wohngebiete-Vergleich BNE

Wirkung in der Schule

Anschluss: Rollenspiel und Mülleimer-Design

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Dazugehören

„Wer wird gesehen – und wer nicht?"

1 Projekt · Anerkennung und Zugehörigkeit

Freundschafts-Orte

Kinder erkunden Orte, an denen Freundschaften entstehen und gepflegt werden.

3 Tage Stadtteil

Wirkung in der Klasse

Anschluss: Plenums-Reflexion „Wie müssten Orte sein?"

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Auch hier verortet

Mittagsfreizeit

Mittagsfreizeit steht primär unter Mitgestalten. Sie klingt hier mit an, weil Kinder im Schulalltag gesehen und gehört werden, wenn ihre Ergebnisse in Schülerrat und Schulversammlung landen.

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*Die drei Cluster gehen auf die Wohlbefinden-Forschung von Tobia Fattore, Jan Mason und Elizabeth Watson zurück. Aus Kindersicht haben sie drei Domänen identifiziert, die zentral für kindliches Wohlbefinden sind: agency (sich-einbringen), security (sich-sicher-fühlen) und sense of self (Selbstbild und Anerkennung).

Für die schulische Arbeit am Sozialraum wurden diese Domänen in drei Cluster mit jeweils eigenen Schwerpunkten übertragen. Die Cluster-Namen sind daher pragmatische Verkürzungen für den schulischen Alltag, keine wörtlichen Übersetzungen:

  • „Mitgestalten" (Mitbestimmung und Aneignung) für agency,

  • „Verantwortung" (Sicherheit und Mitverantwortung) für security und

  • „Dazugehören" (Anerkennung und Zugehörigkeit) für sense of self.

Fattore, T., Mason, J. & Watson, E. (2016). Children's Understandings of Well-being: Towards a Child Standpoint. Springer, Dordrecht.

Zu den Schulprojekten: